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Der Master of Clubs im Land des Lächelns
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Wer sein Spiel in den letzten Monaten sah, dem war es bereits klar: Golf ist zur Zeit nicht die Sache des Masters of Clubs. Und so zog er aus in die weite Welt, um Abstand zu gewinnen und um das notwendige Geld zu verdienen, damit die hungrigen Mäuler der daheim Gebliebenen gestopft werden konnten. Er reihte sich in die Riege der 130 Millionen Wanderarbeiter in China ein und fand schließlich in Huangsongyuxiang, 1.000 Kilometer nordöstlich von Peking, einen Job für den Sommer. Dort konnte er endlich sein einziges Talent, das er hat, das Kochen, für die Aufbesserung der Familienkasse einsetzen. Eine lokale Garküche bot ihm eine auf wenige Monate befristete Anstellung als Hilfskoch.
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Anfangs war die Skepsis gegenüber dem Fremden aus dem fernen Westen groß .”In den ersten Wochen durfte ich nur Hilfstätigkeiten, wie Gemüse putzen, Zwiebeln schneiden und Reiskörner abzählen, verrichten,” erinnert sich der Master of Clubs. Aber schon bald wuchs zu seiner eigenen Überraschung das ihm entgegengebrachte Vertrauen. “Eines Tages betraute mich mein Chefkoch damit, Hühnern den Hals umzudrehen und diese zu rupfen. Nunmehr darf ich bereits Hauptspeisen zubereiten.” Pekingente, Hunde und Katzen stehen seitdem auf seinem täglichen Kochplan. Einzig und allein die diffizile Verarbeitung und Zubereitung von Schlangen behält sich der Chefkoch noch persönlich vor.
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Mit seinem Gehalt ist der Master of Clubs zufrieden. 21,16 Renminbi Yuang verdient er pro Stunde. Das entspricht 2,50 €, ein Betrag, den er beim Golfspielen selbst in einer gesamten Turnierwoche selten verdient hat. “Hier in China kann ich problemlos drei Stunden am Tag arbeiten, bevor ich erschöpft bin. Das bringt mir 7,50 € pro Tag ein,” weiss der Master of Clubs stolz zu berichten.
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Sein für seine Verhältnisse harter Einsatz ermöglicht dem Master of Clubs ein Leben in bescheidenem Luxus. Er bewohnt alleine eine ca. 7 Quadratmeter große Hütte mit eigener Feuerstelle und er konnte sich ein Gefährt (Bild oben rechts) anschaffen, mit dem er in seiner Freizeit das Umland von Huangsongyuxiang erkundet. Und wie soll es weitergehen? “Ich bin noch nicht wieder so weit, dass ich in meine Heimat zurückkehren kann. Für den Winter habe ich einen interessanten Job in Aussicht, der auch noch besser bezahlt sein soll: Schnee schippen in Alaska.”, schaut der Master of Clubs optimistisch in die Zukunft. Wir verlassen Huangsongyuxiang mit einem guten Gefühl. Wir sind uns sicher, eines Tages werden wir diesen Mann auf dem Golfplatz wieder sehen - auch wenn er es vielleicht besser sein lassen sollte.
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Der Master of Rough im wilden Westen
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Der Master of Rough enttäuschte bei den Denmark Open 2011 auf der ganzen Linie: Erst erschien er unter einem zweifelhaften Vorwand nicht zum ersten Turniertag und dann katapultierte sich der Sieger des Jahres 2010 auf den letzten Platz des Turniers. Das nagt und so sah er seine Aufgabe nicht nur darin, Geld zu verdienen, um über den Sommer zu kommen, sondern er setzte sich das Ziel, seine mentale Stärke zurückzugewinnen. Also zog er gen Westen und landete letztendlich in Desert Hills, Arizona, USA.
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“In Amerika werde ich Karriere machen und das Geld verdienen, um mir die besten Golf- und Mentaltrainer leisten zu können.”, gab sich der Master of Rough erstaunlich selbstbewusst, als er das Flugzeug am Düsseldorfer Flughafen nach Los Angeles bestieg. Im Land seiner Träume angekommen, wurde er bei den einschlägigen Model-Agenturen vorstellig, um sich und seinen Astralkörper anzupreisen. Aber auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten bekommt man nichts geschenkt. Durchweg erhielt er harsche Absagen. Dazu Jeffrey Goldman von der Agentur Talents: “Vom Hals abwärts erscheint mir der Master of Rough durchaus wettbewerbsfähig. Aber oberhalb dessen ist das Erscheinungsbild äußerst zweifelhaft: Die Fußmatte in seinem Gesicht und die mangelnde Bereitschaft, sich von seinem Cappy, das wahrscheinlich die mangelhafte Haarversorgung auf dem Kopf kaschieren soll, zu trennen, das geht gar nicht! Und überhaupt: Der Mann ist zu klein, zu alt und - na ja - nur durchschnittlich schön.”
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Also war der Master of Rough gezwungen, nach Alternativen zu suchen. Seine Bewerbung als Astronaut scheiterte an seiner Qualifikation und - wieder einmal - an seiner Körpergröße. Als Cowboy wurde er nicht angenommen, weil er lieber Selbstgedrehte raucht als die obligatorische Marlboro. Die Bewerbung als Rodeo-Reiter schlug fehl, weil er von dem Pferd unvermittelt aus dem Stadion katapultiert wurde, statt sich die obligatorischen 8 Sekunden auf dem Tier zu halten. Als Bouncer (zu deutsch Rausschmeißer) wurde er von den einschlägigen Clubs abgewiesen, weil er die erforderlichen, angsteinflößenden Gesichtszüge vermissen lässt.
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