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”Yes, I can!”

Der Master of Clubs demütigt die Konkurrenz

Jegum, Dänemark: “Yes, I can!” schallte es durch den Wald im Jegum Ferienländle. Der Master of Clubs hatte nicht nur gerade die Siegerkrone bei den Denmark Open 2009 zurückerobert, sondern er hatte dabei seine Konkurrenten, den Master of Rough und den Master of Desaster, förmlich gedemütigt. Bereits Mitte der Woche war für alle klar, dass es bei den diesjährigen Denmark Open nur einen Sieger geben kann. Und entsprechend zerknirscht zeigten sich seine Konkurrenten. Während der Master of Rough noch halbwegs versuchte, die Fasson zu bewahren und die ein oder andere Spielbahn für sich entscheiden konnte, knickte der Master of Desaster vollständig ein und gesellte sich nach beinahe jedem Schlag zu den Tieren im Wald. Hier der Verlauf der Turniertage im Detail.

Tag 1

Abbanraa

Der Aabenraa Golfklub hatte sich nach zähen Verhandlungen das Privileg gesichert, die Eröffnungsrunde der Denmark Open 2009 ausrichten zu dürfen. Entsprechend üppig fielen die Startgelder der Masters aus, die, wie in dieser Region üblich, in Naturalien ausgehändigt wurden. Der Master of Desaster konnte sich darüber freuen, dass die Ernährung für den ersten Abend gesichert war, denn er erhielt eine 800g-Dose Erbsen-Eintopf “Hubertus” mit frischen Möhren und frischen Kartoffeln unter dem Motto “Das Gute daran ist das Gute darin”. Es bleib seine einzige Begegnung mit etwas Gutem in dieser Woche. Für den Master of Rough war das Frühstück für die nächsten Tage gesichert, denn er konnte zwei Tüten Aufbackbrötchen von Lidl sein eigen nennen. Leider übertrug sich das Knackige auf sein Spiel nicht. Und schließlich war für gemütliche Abende des Master of Clubs, genannt die Couch Potatoe, gesorgt: Eine Angora-Schurwolle-Decke sorgte für mollige Abende und anscheinend für Frische auf dem Platz. Die Golfrunde an diesem Tag wäre für die Zuschauer an diesem Tag unterhaltsam gewesen, wenn sie denn da gewesen wären. Der Master of Rough zeigte noch einmal sein Können, das bei den letztjährigen Denmark Open sein Markenzeichen war, der Master of Clubs hatte noch mit dem Regatta-Bier des Vortages zu kämpfen und bekleidete Platz 2, und der Master of Desaster beschränkte sich darauf, mit kleinen Bällen große Bäume zu ärgern. Dennoch waren am Ende des Tages alle noch optimistisch, denn es ist Tradition, dass die erste Golfrunde der Alkoholverdunstung dient. 

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Der Tag der Anreise, als alle Masters noch voller Zuversicht waren. Links der Master of Clubs auf Irrwegen an der Grenze zu Dänemark. Es war schon der zweite Muli auf der Reise nach Dänemark, denn das erste Tier brach bereits im Tecklenburger Land aufgrund der Zentnerlast durch Reiter und Equipment zusammen. In der Mitte der Master of Rough nach seinem Einkauf im Getränkemarkt bei Flensburg. Rechts der Master of Desaster auf der A1 zwischen Bremen und Hamburg. Ein Verfahren, ob die LKW-Maut fällig gewesen wäre, ist anhängig.

Tag 2

Blavandshuk

Der Blavandshuk Golfklub war der Ausrichter des zweiten Tages der Denmark Open 2009: Es ging über 9 Löcher am Meer und über 9 Löcher durch den Wald. Alle Hoffnungen des Masters of Desasters gingen an diesem Tag bereits baden. Immerhin gelang es ihm, seinen Bestand an Crane-Bällen von Aldi bei dieser Golfrunde deutlich zu reduzieren. Auch der Master of Rough erlebte sein Waterloo, denn der Master of Clubs distanzierte ihn deutlich. Eine gewisse Sprachlosigkeit als Folge der Demütigung war ihm dann am Abend auch anzumerken. Dagegen wurden die Dänen an diesem Tag Zeugen des Beginns des beispiellosen Siegeszuges des Master of Clubs. Erste Stimmen wurden bereits laut, dass die Ausnahmegenehmigung für den Master of Clubs, seine Golfausrüstung “SchwachmatZumQuadrat” nutzen zu dürfen, ihm einen entscheidenden, wenn auch unsportlichen Vorteil bringt.

Tag 3

Henne Golfklub

“Auf nach Henne zum dortigen Golfklub” hieß es am Tag 3 des am schlechtesten besetzten Golfturniers auf unserem Planeten. Schock auf dem Weg dorthin: Jahrelang hatte die Pommesbude in Henne die Masters mit schmierigen Fritten und fetten Hamburgern versorgt. Nun ist sie für immer geschlossen. Die Stimmung auf dem Golfplatz war entsprechend gedrückt. Wortlos absolvierten die Masters ihre Runde. Der Masters of Clubs konnte seine Trauer noch am besten unterdrücken, er siegte wiederum klar und deutlich. Der Master of Rough erstarrte vor Ehrfurcht und folgte mit gebührendem Abstand auf Platz 2. Der Master of Desaster erhielt mal wieder alle Einblicke in die Facetten eines Golfplatzes. Der Genuss von Flora und Fauna wurde mit Platz 3 quittiert.

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Ein Bild aus besseren Tagen. Das einzige Gourmet-Restaurant in Henne hat für immer seine Pforten geschlossen. Schock für die Masters! 

Tag 4

Ein gut gemeinter Rat unseres Golfexperten Dietä Pohlen an den Master of Desaster zu einem frühen Zeitpunkt der Turnierwoche:

Rat 2
Breinholtgard
Rat 1

”Wenn Du Dir und Deiner Umwelt einen Gefallen tun willst, dann hör auf mit diesem Sport!”

Zur Mitte der Turnierwoche wurde eines immer deutlicher: Während vom Master of Rough und vom Master of Desaster mit ihren regelkonformen Golfausrüstungen körperliche Höchstleistungen abverlangt wurden, stolzierte der Master of Clubs mit seinem Elektrogolfcaddy “SchwachmatZumQuadrat” gemütlich und provokant über den Platz. Diese Wettbewerbsverzerrung wurde von allen Anwesenden intensivst diskutiert, allein die Offiziellen hatten wieder einmal nicht das Rückgrat einzugreifen. Wahrscheinlich würden sie es noch dulden, wenn sich der Master of Clubs in einer Sänfte über den Platz tragen ließe. Der erneute 1. Platz für den Master of Clubs in Breinholtgard war die logische Schlussfolgerung. Die beiden anderen Masters blieben bei diesen skandalösen Umständen gelassen: Der Master of Rough spielte Platz 2 unter sich aus. Gleiches tat der Master of Desaster bezüglich Platz 3.    

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Starallüren! Nach dem 4. Tag zog der Master of Clubs in eine eigene Behausung mit allem Luxus.

Tag 5

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Bescheidenheit und Demut: Der Master of Rough und der Master of Desaster hielten dagegen zusammen.

Kaj Lykke

Auch auf dem Golfplatz Kaj Lykke fand der Master of Desaster die Lücken zwischen den Bäumen nicht (Witz nicht verstanden? Dann bitte noch mal lesen). Nur eine nachhaltige Krise oder den Zenit seines Könnens überschritten? “Unsinn,” sagt unser Golfexperte Dietä Pohlen, “die Krise hatte er immer schon und gekonnt hat er noch nie was.” Wie dem auch sei, die Antwort wird er wohl bis zu den Dänemark Open 2010 schuldig bleiben, falls er sich überhaupt noch traut, dort anzutreten. Der Master of Clubs drehte auf dem Platz mit der Fernbedienung für seinen Golfcart in der Hand mal wieder gemütlich seine Runde. Nächstes Jahr lässt er zu seiner weiteren Entspannung wahrscheinlich auch noch schlagen oder er schaut von der Couch aus seinem eigenen Spiel vom Fernseher aus zu. Bei diesem Mann ist alles möglich. Der Master of Rough hielt sich an diesem Tag wacker. Er lag auf den 27 Bahnen nur acht Schläge zurück. Man wird ja bescheiden. 

Tag 6

Holsted

Was für ein Sch...-Platz! Der kommt nächstes Jahr bestimmt nicht wieder auf den Turnierkalender. Bezüglich des Tagesergebnisses verweisen wir auf Tag 2, Tag 3, Tag 4 und Tag 5, damit Sie sich hier nicht langweilen. Gerne würden wir an dieser Stelle über das Spielerlager berichten, aber bei zwei Gefrusteten findet man dort nur eins: Gähnende Langeweile.

Hammer

Flora Fauna, Menschenrechtlerin und Naturschutzexpertin:

”Wir müssen etwas zum Schutz von Mensch und Natur tun!”

Vom Hammerwerfen entliehen und bereits im Test: Der nach vorne offene Schlagkäfig für den Master of Desaster, der die Streuung bei den Schlägen auf 150m begrenzt.

 

Tag 7

Varde

Nach vielen Runden über 27 Bahnen ging es heute über 36 Löcher. Zumindest für den Master of Clubs und den Master of Rough. Nicht so für den Master of Desaster. Um sein Nervenkostüm zu schonen, verließ er nach der ersten Runde den Golfplatz, um am Strand die Wellen und ein Schleckeis zu genießen. Gerne würden wir an dieser Stelle mal etwas anderes verkünden, aber die Reihenfolge auf dem Leaderboard war in dieser Woche in Stein gemeißelt: 1. Master of Clubs. 2, Master of Rough. 3. Master of Desaster.

Tag 8

Irgendwo auf einem Golfplatz

Über den letzten Tag der Denmark Open 2009 lässt sich leider nichts berichten. Denn der Master of Desaster verließ bereits entnervt das Land und mit ihm entschwand unser Berichterstatter.

Trotz der eindeutigen Wettbewerbsverzerrung durch seine Golfausrüstung:

Wir gratulieren dem Master of Clubs zum Gewinn der Denmark Open 2009! In diesem Jahr hatte er leichtes Spiel, aber 2010 wird er sich warm anziehen müssen.

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