Jyllands-Posten
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Denmark Open 2008
Die Masters kommen zurück!
søndag 27. januar
Veijle - Gute Nachrichten für alle Golffans in Dänemark! Auch in diesem Jahr werden die Masters aus Deutschland wieder an den Denmark Open teilnehmen. Wahnsinn und Skandale sind damit garantiert, gutes Golf ist in weite Ferne gerückt. Der Startschuss der Denmark Open 2008 fällt am 24. Mai. Am 31. Mai steht der diesjährige Sieger fest.
Knut Knudsen, der Präsident des Dänischen Golfverbandes frohlockt: “Ich bin froh, dass die Anhebung des Preisgeldes auf 450 Euro die Vier wieder nach Dänemark lockt. Das gibt ein 1a- Spektakel! Wir gehen von einer Verdoppelung der Zuschauerkulisse aus.” (Anmerkung der Redaktion: Im letzten Jahr besuchten schon bis zu drei Zuschauer pro Tag die Matches). Auch die Masters freuen sich, dass sie zugesagt haben. “Dänemark ist immer eine Reise wert. Nirgendwo sonst ist es so schön! Nirgendwo sonst tritt niemand gegen uns an! Es ist einfach das härteste Turnier der Welt!”, erklären sie unisono.
Doch werden die Masters auch 2008 in der Lage sein, dieselben Akzente wie im Vorjahr zu setzen? Unser Reporter Rejnholdt Kristensen hat sich daher mit unserem Golfexperten Paul Doublebogey auf den Weg nach Deutschland gemacht, um sich ein Bild zu machen.

Die Krone des Vorjahressiegers, des Masters of Clubs, bröckelt. Sein Stern sinkt. So sieht es jedenfalls unser Golfexperte Paul Doublebogey.

Der Master of Rough rüstet kräftig auf.
Kann der Master of Clubs seinen Titel verteidigen?
Den Master of Clubs trafen wir auf der Couch seines weitläufigen Anwesens im Prominentenort G. in Nordrhein-Westfalen. Paul Doublebogey zeigte sich anschließend schockiert: “Golf hat mit Sport zu tun und nichts mit Süßwaren. Der sieht ja aus wie ein Produkt des Schokoladenherstellers mit dem Slogan ‘praktisch, quadratisch, gut’. Nein, der hat es hinter sich. Der kann froh sein, wenn er es am dritten Tag noch auf den Platz schafft.”
Das sieht der Champ des Vorjahres naturgemäß ganz anders. Selbstbewusst verkündet er: “In den vergangenen Monaten habe ich durch Ruhe die notwendige Kraft getankt. Ich werde auf den Punkt topfit sein!” Wir von den Jyllands-Posten werden den Master of Clubs weiter beobachten. Er ist ja auch schwer zu übersehen.
Nur wenige Kilometer weiter auf der anderen Rheinseite im Ort L. wohnt der Zweite des Vorjahres, der Master of Rough. Dort lebt er bescheiden mit seiner Familie in einer beschaulichen Wohnsiedlung. Vögel zwitschern und keine Bäume schlagen aus, denn es ist ja Winter.
Der Master of Rough will nach den Sternen greifen
Im Moment erholt sich der Master of Rough von den Strapazen seiner Teilnahme an der Grönland Tour: Das Turnier musste er kurz vor Weihnachten wegen Erfrierungserscheinungen an Händen und Füßen abbrechen. Im Kopf jedoch ist er hellwach: “Alle Gräten sind noch dran. Sobald sie wieder eine normale Farbe haben, starten die Vorbereitungen auf die neue Saison, denn 2008 will ich es endlich schaffen und die Dänemark Open gewinnen.”
Und damit das Vorhaben gelingt, werden dringende Investitionen in Haus und Hof zurückgestellt. Eine neue Ausrüstung muss her und Verteidigungsminister Jung wäre froh, den Investitionsbetrag für seinen Haushalt zur Verfügung zu haben. Sein Trainer meint: “Ich werde ihn dazu bringen, dass er im nächsten Jahr auch mit seinen Hölzern spielt. Die Zeiten der schwuchteligen Rescue-Woods sind vorbei!” Paul Doublebogey kann den Optimismus teilen: “Er ist zweifelhaft der Talentierteste der Masters. Er muss nur lernen, seine Nerven auch bei wirklich wichtigen Turnieren im Griff zu haben.”
Wird er für die Denmark Open melden? Ist er in Form? Machen seine Knochen mit? Fragen über Fragen in Verbindung mit dem Master of Woods. Dass er sich für eine Teilnahme an den Denmark Open entscheidet, ist nicht unwahrscheinlich. Zwar hofft er schon seit Jahren auf eine Einladung zu den Schottland Minors, aber aus Glasgow kommen zur Zeit keine positiven Signale. “Er muss erst einmal zeigen, was er wieder drauf hat. Den Beweis ist er uns schuldig,” verlautet es aus dem Kreis des Veranstalters. Dieses Statement leitet zur Frage nach seiner Form über. Die war bei den Denmark
Die große Unbekannte: Der Master of Woods
Open 2007 einigermaßen katastrophal, so dass sich auch seine Freunde Taiger Wudds, Collin MontPommery und Stuart Äppelbi nicht mit ihm blicken lassen wollten. So entfielen die geplanten Golfrunden auf Hawaii. Eine Ursache für das Formtief sind sicherlich seine zahlreichen körperlichen Leiden. Sein Orthopäde Dr. Bone: “Bei anderen Menschen in seinem Alter verkalkt das Hirn, bei ihm auch die Gelenke!” Aus dem Umfeld seiner Mitbewerber stammt aber eine Meldung, die Hoffnung macht. So soll der Master of Woods vor Weihnachten eine akzeptable Golfrunde hingelegt haben. Paul Doublebogey meint: “Gute Besserung, alter Mann!”

Der Master of Woods versucht alles, um wieder fit zu werden
Das Drama um den Master of Desaster!
Schwer zu finden war der Master of Desaster. Er ist zwischenzeitlich bei einem entfernten Bekannten unterge- kommen? Was hat ihn ruiniert? Dazu sein Manager Henricus Flachfeile: ”Wir haben seine golferischen Fähigkeiten überschätzt. Ein Vertrag mit einem mittelprächtigen Trainer, ihn bei einer Golfrunde endlich auf unter 75 über Par zu bringen, hat ihn sein letzes Hemd gekostet.”

Der Master of Desaster und seine neue Behausung: “Dank” des Golfsports lebt er unter menschenunwürdigen Umständen.
Aber der Master of Desaster hat seinen Optimismus und die Freude am Golfsport nicht verloren: “Das elende Golf meiner drei Mitstreiter zu sehen, das ist Balsam für meine Seele. Und wenn ich hart an mir arbeite, dann ist noch eine bessere Platzierung als im letzten Jahr drin!” Dazu Paul Doblebogey, unser Golfexperte: “Die Jahreszahl 2014 wäre wohl die Realistische für eine bessere Platzierung gewesen, denn die jährlichen Verbesserungen in seinem Spiel sind schon unterm Mikroskop kaum zu erkennen. Und vielleicht hat der ein oder andere Master sich bis dahin ja endlich dazu entschlossen, dahin zu gehen, wo er hingehört: In den Ruhestand!”

Für unseren Reporter Rejnholdt Kristensen war der Abstecher nach Deutschland aufschlussreich. Er ist sich sicher: “Einer wird gewinnen!” Festlegen will er sich aber noch nicht: “Das wäre so, als wenn bei ‘Deutschland sucht den Superstar’ nur noch Rindviecher auftreten würden und ich sollte vorher bestimmen, wer ins Finale kommt. Manche Dinge sind halt unmöglich!” Wir halten Sie in den kommenden Wochen auf dem Laufenden.
Einer wird gewinnen!
