Jyllands-Posten
parteilich abhängig unkritisch
Lordag 16. juni
Gut! Besser! Masters!
Denmark Open 2007: Ein Frühjahrsmärchen!
Wir berichten weiter von dem Golf-Event des Jahres, den Denmark Open 2007. Die Ereignisse der Tage 1 bis 3, über die wir Sie in unserer ersten Folge informierten, zeigten bereits auf, welche knisternde Spannung über diesem Golf-Turnier liegt. Doch die folgenden Tage sollten zeigen, dass dies nur ein kleiner Vorgeschmack auf das war, was noch kommen sollte.
Unglaublich, sie machten auf (Fuß)krank, um sich einen Vorteil zu verschaffen
Tag 4
Der Master of Rough ist wieder top!
Der Randers Golf Klub sah einen wieder starken Master of Rough. Alleine der wiedererstarkte Master of Wood konnte lange Zeit mithalten, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben. Und das ausgerechnet auf der 17. Bahn, bei deren Anblick er noch verkündete: “Wer hier das Fairway nicht trifft, der gehört des Platzes verwiesen!” Sprach es und versenkte den Ball in 30 Meter Entfernung ins 30cm tiefe Rough. Peinlich! Der Master of Clubs belegte deutlich dahinter den 3. Platz. Der Master of Desaster pflegte seine Krise und und landete überzeugend abgeschlagen auf dem 4. Platz. Mit seiner hervorragenden Plazierung verteidigte der Master of Rough seine Gesamtführung. Der Master of Clubs lag weiter auf Platz 2. Die beiden anderen Recken bekleideten punktgleich Platz 3.

Blieb auch nach dem 4. Tag selbstbewusst: “Der Master of Rough wird noch einbrechen. Das weiss ich!”
Der Master of Desaster machte aus seiner Enttäuschung in der Pressekonferenz am Abend keinen Hehl: “Ich spiele wie ein Bauer, jedenfalls sieht der Platz am Ende des Tages auch so aus.” Damit heizte er die Gerüchte über seinen Wechsel in das Fahrradfahrer-Lager weiter an.
Tag 5
Die Denmark Open haben ihren Skandal
“Das werden wir uns nicht bieten lassen!”, verkündeten der Master of Rough und der Master of Desaster unisono. Was war passiert? Der Master of Wood reklamierte eine Fußverletzung und der Master of Clubs eine starke Erkältung. Dann setzen sie sich in einen Golfcart und absolvierten entspannt die 5. Turnierrunde auf dem Viborg Golfplatz. Dass die Turnierleitung nicht eingriff, war für den Master of Rough mehr als nur unverständlich: “Wenn die Veranstalter hier keine Ahnung von den Regeln für Pro-Turniere haben, sollten die lieber Polo-Turniere ausrichten.”
Ins gleiche Horn stieß der Master of Desaster: “Die liegen den halben Tag auf der Couch, tun nix, haben Null Kondition und machen hier auf schwer krank! Und die Offiziellen schauen in aller Ruhe zu!” Demzufolge wurde von den beiden auch termingerecht Protest eingereicht, der Mitte Juli vor dem Obersten Golfgericht in Augusta von dem Ehrenwerten Richter Jonathan McNamara verhandelt werden soll.

Und ausgerechnet diese Turnierrunde gewann der Master of Clubs, der daraufhin in der Gesamtwertung mit dem Master of Rough gleich zog. Der Master of Desaster zeigte, dass er doch ansatzweise Golf spielen kann, und er belegte Plaz 2. Der Master of Rough war von den Ereignissen des Tages dermaßen schockiert, dass ihm nur Platz 3 blieb. Dem Master of Wood war die Sache zumindest peinlich, denn mit Platz 4 heute übernahm er auch in der Gesamtwertung die rote Laterne.
Tag 6
Eine Demonstration golferischen Könnens
Die Zuschauer waren aus dem Häuschen am 6. Tag der Denmark Open auf dem Hammel Golf Klub. Denn hier wurde bis dato die beste Golfrunde der Woche gespielt. Das Ergebnis des Tages ist eigentlich zweitrangig angesichts der großen Anzahl von wohl überlegten und präzise ausgeführten Golfschlägen.
Fasziniert verfolgt dieser Zuschauer die Geschehnisse des Tages

Der Master of Clubs ging nach seinem Sieg an diesem Tage im Gesamtklassement alleine in Führung. Der Master of Desaster wurde Zweiter und festigte damit seinen dritten Platz in der Gesamtwertung. Der Master of Rough teilte sich den 3. Platz an diesem Tag mit dem Master of Wood. Als Folge rutschte der Master of Rough auf Rang 2 der nach Einreichung des Protestes am Vortage vorläufigen Turnierwertung. Brachte die 6. Runde bereits eine Vorentscheidung?
Aus Freude über seinen Sieg und über die Übernahme der Gesamtführung schnibbelte der Master of Clubs am Abend einen gemischten Salat für seine Mitstreiter. Dazu gab es hochwertiges Grillgut. Für eine Entlastung des Magens sorgte wieder einmal der ein oder andere Killepitsch.
Vielleicht lernen die Jungs noch ‘mal, dass die Kohle unter den Rost gehört

Tag 7
Noch keine Entscheidung
Auch in Skive gab es noch einmal klasse Golf zu sehen. Kein Schlag ins Wasser war unüberlegt, das Rough wurde mit äußerster Präzision und Konzentration anvisiert und die Bunker erfreuten sich regelmäßigen Besuchs. Der Master of Clubs zeigte sich dabei besonders treffsicher und erzielte den dritten Tagessieg in Folge. Der Master of Rough ging punktgleich mit ihm ins Ziel. Der Master of Desaster und der Master of Wood landeten auf den Plätzen. In der Gesamtwertung änderte sich an diesem Tag nichts. Für Spannung am letzten Tag der Denmark Open ist also gesorgt.
In der Heimat ist derweil die Stimmung auf dem Siedepunkt. Jeder dort hatte auf ein gutes Abschneiden des deutschen Quartetts gehofft, aber niemand hatte es so richtig geglaubt.

Guido W.: “Die Jungs sind der Stolz Deutschlands. Sie sind echte Repräsentanten unseres Landes. Und der Master of Rough, der ist soooooo süß!”

Angela M.: “Dank mir geht es mit Deutschland wieder aufwärts! Und nur in einem solchen, funktionierenden Umfeld können solche Talente, wie man sie bei den Denmark Open sieht, heranwachsen.”
