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Der Anflug auf Runway 13
Bis zu seiner Schließung war Kai Tak einer der am schwierigsten anzufliegenden Flugplätze der Welt. Für den Anflug mussten die Piloten über eine spezielle Lizenz verfügen.
Der Grund war der "Checkerboard-Anflug". Bedingt durch seine Lage mit einer Gebirgskette im Hintergrund war ein direkter Anflug über Land in Richtung Meer nicht möglich, jedoch aufgrund der meist vorherrschenden Windrichtung unabdingbar. Der Pilot musste daher zuerst über den Gleitpfad das Checkerboard anfliegen und bei Erreichen des Voreinflugzeichens eine 43° Verfahrenskurve einleiten, um auf Landerichtung zu kommen. Nach Ausleiten der Kurve hatte er nur wenige Sekunden Zeit, die Maschine ausgerichtet zu Boden zu bringen. Zudem war die Landebahn sehr kurz und die vorherrschenden Winde erschwerten die Landung zusätzlich. Eine Landung auf Kai Tak galt als die spektakulärste Regellandung in der zivilen Luftfahrt.
Das Anflugverfahren und der Gleitpfad unterschied sich in vier Punkten von anderen Flughäfen:
- Der Gleitpfad führt nicht auf die Landebahnschwelle, sondern an einen kleinen Berg, welcher mit einem Rot-Weißen Schachbrettmuster versehen war.
- Der Gleitpfad war um 43° gemäß der Landerichtung versetzt.
- Der Anflug erfolgte über dichtbesiedeltes Gebiet.
- Des Weiteren musste ein s.g. IGS (Instrument Guided System) Approach durchgeführt werden.
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